Ratingen

Jüdisches Leben in Ratingen

Ratingen ist einen Kleinstadt auf der linken Rheinseite unmittelbar neben Düsseldorf.Erste Juden werden in der Stadt Ratingen um das Jahr 1600 erwähnt.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts wird der erste Betraum in der Lintorfer Straße eingerichtet. Im Jahre 1817 wird einen Synagoge  an der Bechemer Strasse errichtet.

Im Jahre 1783 wird der erste jüdische Friedhof in Ratingen eröffnet. Zwei weiter Friedhöfe entstehen am Görscheider Weg (heute Heiligenhaus) und am Blomericher Weg (heute Essen Kettwig)

Um 1920 ist die Gemeinde so klein geworden, dass keine Feiern in der Synagoge mehr stattfinden können.

Im Jahre 1940 wird die Synagoge abgerissen. Heute erinnert eine Gedenktafel in der Synagogengasse an den ehemaligen Standort der Synagoge.

Im Jahre 1941 wurden die letzten verbliebenen Juden deportiert und ermordet. – Heute leben wieder 200 Bürger jüdischen Glaubens in Ratingen.


Die Friedhof an der Werdener Strasse

Der eigentliche jüdische Friedhof von Ratingen liegt an der Ecke Werdener Straße/Angerstraße, also ausserhalb derehemaligen Stadtmauer. Im November 1938 wurde der Friedhof völlig zerstört und die Steine zerschlagen.

Heute erinnert eine Rasenfläche mit einem Gedenkstein mit der Inschrift aus den Psalmen „Jubeln werden die gedemütigten Gebeine“ an den zerstörten Friedhof.

Jährlich wird hier am 9.November, dem Tag des Pogroms, eine Gedenkfeier abgehalten.

Zum 9. 11.2013, zum 75 Jahrestag der Verfolgungen, wurde der Ort umgestaltet. Der Gedenkstein, der bisher unter Büschen verborgen war, wurde restauriert und weiter vorn aufgestellt. Die Büsche wurden zurückgeschnitten. Rechts von dem Stein wurde eine Stahltafel mit den Namen der Ratinger Opfer der Verfolgungen aufgestellt. Im Rasen sind 11 Steine eingelassen, 6 davon mit der hebräischen Inschrift „Sachor“ (d.h.“Gedenke“), 5 Steine mit der deutschen Inschrift „Gedenke“.

Insgesamt eine gelungene Umgestaltung!

Der Friedhof am Blomericher Weg

Der Friedhof am Blomericher Weg gehörte ursprünglich zur Gemeinde Essen – Kettwig, liegt aber heute auf Ratinger Gebiet. Er wurde 1786 bis 1888 benutzt. 43 Grabsteine sind erhalten.

zu den Quellen und der Literatur

Show CommentsClose Comments

Leave a comment