Wuppertal

Geschichte und jüdisches Leben in Wuppertal

Bis zum Jahre 1800 gab es keine Ansiedlung von Juden in Wuppertal. Einzelne Versuche, sich niederzulassen, wurden von den christlichen Bewohnern und der Regierung unterbunden. Erst unter der französischen Besatzung ließen sich mehrere Familien in der Stadt nieder.

Im Jahre 1865 wurde die Synagoge in der Genügsamkeitsstrasse eingeweiht. Es entwickelte sich ein reges Gemeindeleben. Am 10. November 1938 wurde die Synagoge in Brand gesteckt, im Krieg dann zerbombt. Heute befindet sich hier die Begegnungsstätte „Alte Synagoge“.

Im Jahre 2002 wurde die neue Synagoge an der Gemarker Straße eingeweiht. Die Gemeinde zählt heute, vorwiegend durch Zuzug aus der Sowjetunion, etwa 600 Köpfe.
Im Stadtteil Barmen bestand eine eigene Gemeinde mit einer Synagoge in der Scheurenstrasse. Am 9. November 1938 wurde auch diese Synagoge völlig zerstört.

In Wuppertal gab es vier jüdische Friedhöfe, die alle erhalten sind.


Die Friedhöfe in Wuppertal

In Wuppertal gab es seit 1800 vier jüdische Friedhöfe, die heute noch erhalten sind.

(1) Weissenburgstrasse

Hier fanden Begräbnisse von 1810 bis 1896 statt. Der Friedhof wurde mehrfach erweitert, Teile davon überbaut. In der NS Zeit wurde der Friedhof teilweise zerstört und als Müllhalde benutzt.

(2) Am Weinberg

Belegt von 1896 bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts.

(3) Hugostraße

Der Friedhof an der Hugostraße in Barmen wurde von von 1895 bis 1963 belegt. Er wirkt heute mit seinen sauberen Grabumrandungen und den geharkten Kiesflächen sehr aufgeräumt und entspricht eher nicht einem typischen jüdischen Friedhof.

(4) Krummacherstraße

Dieser Friedhof wurdfe im Jahr 2008 eröffnet. Die Grabmale erinnern mit zum Teil frohen, manchmal ungewöhnlichen Farben und den kyrillischen Buchstaben daran, dass die Gemeinde durch den Zuzug von Juden aus Russland vergrössert und erhalten wurde.

zu den Quellen und der Literatur

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