Erstein

Juden in Erstein

Schon im Mittelalter lebten Juden in dem Ort Erstein, sie fielen jedoch den Pestpogromen 1348/49 zum Opfer. Später war jahrhundertelang die Ansiedelung von Juden in Erstein nicht gestattet.

Erst 1850 konnten sih wieder jüdische Familien niederlassen. Sie gründeten zusammen mit der Nachbargemeinde Fegersheim ein Kultusgemeinde. 1882 wurde eine Synagoge erbaut, die bis 1940 bestand. 1941 wurde sie von den Nazis dem Erdboden gleich gemacht. Ein Neubau entstand 1957.

Während der deutschen Besetzung wurden die verbliebenen Juden drangsaliert und schließlich vertrieben. Ein Teil wurde nach Südfrankreich deportiert, von wo nur wenige zurückkehrten.

Nach 1945 war zwar wieder eine jüdische Gemeindeentstanden, jedoch ging die Zahl der Gemeindemitglieder stark zurück, so dass seit den 1990er Jahren keine regelmässigen Gottesdienste mehr stattfinden.


Der Friedhof in Erstein

Der Eingang zum Ersteiner Friedhof

Die jüdische Gemeinde hatte lange mit der Stadtverwaltung verhandeln müssen, bis 1904 schließlich die Errichtung eines eigenen Friedhofs genehmigt wurde. Die Verhandlungen waren auch durch gemeindeinterne Unstimmigkeiten erschwert worden. Der Friedhof wird bis heute verwendet, auch die Nachbargemeinde Osthouse bestattet hier ihre Verstorbenen.


Quellen und Literatur

http://www.alemannia-judaica.de/erstein_synagogue.htm

http://judaisme.sdv.fr/synagog/basrhin/a-f/erstein.htm

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/e-g/582-erstein-elsass

Autoren: Jürgen Lukesch, Hohberg/Diersburg, Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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