Mackenheim

Juden in Mackenheim

ie Synagoge von Mackenheim * Bernard Chenal Wiki CC BY SA 4.0

Mackenheim ist eine kleine Gemeinde unmittelbar westlich des Rheins im Distrikt Rhin-Bas gelegen.

Juden gab es hier bereits im 16. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert errichtete man die erste Synagoge. Sie wurde im Jahre 1860 durch einen Neubau ersetzt, um der stark angewachsenen Gemeinde Platz zu bieten. Das Gebäude der Synagoge ist erhalten.

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts lebten 150 Juden im Dorf. Dann wanderten viele Gemeindemitgliederr ab. Nach 1945 kehrten nur wenige Bewohner nach Mackenheim zurück.

Im Jahre 1981 wurde auf dem Dachboden der Synagoge eine Genisa, ein Versteck für gebrauchte religiöse Schriften, entdeckt.


Der jüdische Friedhof von Mackenheim

Der jüdische Friedhof, der „Judengarten“, liegt in einem Wald östlich des Dorfes. Er wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts angelegt. der Friedhof war die Ruhestätte für die Bewohner aus vielen umliegenden Gemeinden.

Es sind noch Grabseteine von 1669 bis zum Jahre 1850 auf dem alten Teil des Friedhofs vorhanden. Der neue Teil des Friedhofs wird noch heute genutzt.

Auf dem Friedhof steht eine kleine Tahara Halle.

Zu einem ausführlichen Artikel über den Friedhof in Alemannia judaica

Das Tahara Haus auf dem Friedhof vor und nach der Restaurierung. Fotos Hahn / Erdmann.


Quellen und Literatur

Joseph Lüdaescher, Geschichte des Dorfes Mackenheim, Straßburg 1922

Ulrike Ehrlacher-Dörfler, Ein alter Friedhof als Zeugnis der gemeinsamen Geschichte, in: „Badische Zeitung“ vom 5.9.2003

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/m-o/1244-mackenheim-elsass

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20284/Der_Mackenheimer_Judengarten.pdf

http://www.alemannia-judaica.de/mackenheim_cimetiere.htm

Fotos: Klaus Erdmann; Texte, Layout: Gisela&Wolfgang Heumann, 11-2018

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