Rotenburg

Jüdisches Leben in Rotenburg

die Cohn-Scheune

Die Kreisstadt Rotenburg an der Wümme mit rund 22000 Einwohnern hat eine bewegte Geschichte hinter sich.
Juden sind erst im 18. Jahrhundert nachgewiesen. 1812 lebten 6 jüdische Familien in Rotenburg, vier Jahre später waren es 9 Familien. 1845 war die Höchstzahl mit 45 Personen erreicht. Da dann die Gemeinde immer mehr schrumpfte, stand bald die Auflösung im Raum, vollzogen wurde sie erst 1933. Eigene Einrichtungen besass die Gemeinde nicht.

Seit 1781 war in Rotenburg die Familie Cohn ansässig, sie genoss großes Ansehen. und Mitglieder hatten verschiedene Ämter in der Verwaltung inne. Auch war einer der Söhne Offizier im Ersten Weltkrieg. Die Familie führte ein Textilhandelsgeschäft und  hatte eine eigene Werkstatt in einem Fachwerkgebäude. Dieses Haus war in der Nachkriegszeit immer mehr verfallen, bis es zwischen 2005 und 2010  von einer Initiative ganz abgebaut und an anderer Stelle neu errichtet wurde. Diese sog. Cohn-Scheuer dient heute als Museum und zeigt die jüdischen Geschichte in Rotenburg und in der ganzen Region.


Der Friedhof in Rotenburg

Die Rotenburger Juden hatten einen kleinen Friedhof, der heute auf einer Fläche von 604 m² noch 15 Grabsteine aufweist. Hier wurden in der NS-Zeit auch 47 verstorbene russische Kriegsgefangene bestattet.

Der Eingang

Bilder vom Friedhof

Grabsteine und Details


Quellen und Literatur

Herbert Obernaus (Hg.): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, Göttingen 2005

www.cohn-scheune.de

Autoren: Bilder H. Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth 2016

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