Verden

Jüdisches Leben in Verden

Verden an der Aller ist eine geschichtsträchtige Stadt mit heute etwa 27000 Einwohnern.

Einzelne Juden sind nachweislich seit 1571 in Verden ansässig. Auch in späteren Jahren werden immer wieder Juden namentlich erwähnt, 1622 ein Juden namens Nathan, 1686 Josef David. 1816 lebten hier 5 Familien, denen eine Synagoge in einem Privathaus zur Verfügung stand. 1858 wurde dann eine neue Synagoge eingeweiht, zu der auch Schule und Mikwe gehörten.
Die Gemeinde zählte im Jahr 1864 bereits 109 Mitglieder, 1873 sogar 138.

In der NS-Zeit erlitten die Juden in Verden ständig zunehmende Schikanen und Verfolgungen. Diese gipfelten in der Zerstörung der Synagoge im November 1938. Von den wenigen verbliebenen Juden wurden die meisten deportiert, sie kamen größtenteils in den Vernichtungslagern um.


Der Friedhof in Verden

1834 konnte die jüdische Gemeinde einen eigenen Friedhof in Benutzung nehmen. Auf einer Fläche von 1250 m² sind heute noch 144 Grabsteine erhalten.

Ansichten und Einsichten

einige Grabsteine


Quellen und Literatur

Herbert Obernaus (Hg.): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, Göttingen 2005

www.jüdische-gemeinden.de

Autoren: Bilder H. Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth 2016

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