Kehl

Im heutigen Stadtteil Bodersweier lebten Juden seit dem 17. Jahrhundert. In dem damals selbständigen Dorf hatte sich eine ansehnliche Gemeinde gebildet, die zeitweise 10 % der Gesamtbevölkerung ausmachte. Sie besaß eine eigene Synagoge sowie ein Gemeindehaus, die beide dem NS-Terror zum Opfer fielen und später abgerissen wurden. Die Verstorbenen wurden in den Nachbarorten Kuppenheim und Freistett beigesetzt.

In der Stadt Kehl sind Juden seit 1862 ansässig, eine Gemeinde mit Synagoge bestand von 1881 bis 1938. 1924 wurde ein eigener Friedhof eingeweiht.


Der Friedhof Kehl

Als Teil des städtischen Friedhofs wurde 1924 ein eigener jüdischer Friedhof angelegt. Seine Fläche beträgt 6,08 a, er wird bis heute benutzt. 17 Grabsteine in teilweise aufwändiger Ausführung sind vorhanden.

Die folgenden Bilder zeigen beispielhaft  aufwändige Grabmale aus der Vorkriegszeit, von seinerzeit bekannten Kehler Juden: aus den Familien Wertheimer, Bodenheimer, Bensinger und Fellheimer.

Aus der Zeit nach 1945 findet man die Gräber von Georg Wagner, gest. 1968, Alphons de Majo, gest. 1975 sowie Prof. Dr. Dawid Po., gest. 2004.


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte  in Baden-Württemberg,  Stuttgart 1982.

www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/BADENWUE/PROJEKTE/f-bw.htm#kehl

Autoren: Cornelia Huschle, Kappelrodeck und Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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