Rastatt

Juden in Rastatt

Die  Große Kreisstadt mit ca. 48 000 Einwohnern liegt im Oberrheintal zwischen Baden-Baden und Karlsruhe.

Eine schon im Mittelalter bestehende jüdische Gemeinde wurde Opfer der Verfolgungen im 14. Jahrhundert. Erst im 16. Jahrhundert konnten sich wieder einzelne Juden ansiedeln, in der Folge entstand wohl wieder eine richtige Gemeinde, die auch einen eigenen Betsaal besass. Jedoch erst 1826 kam es zur Errichtung einer Synagoge, ein Neubau folge dann 1905/6. Dies wurde im November-Pogrom 1938 von den Nazis vernichtet.

Die jüdische Bevölkerung war bis Anfang des 20. Jahrhunderts auf ca. 250 Personen angewachsen. Dann verringerte sich ihre Zahl seit Beginn der NS-Zeit stetig durch Wegzug und Auswanderung. 1941 wurde die letten verbliebenen Juden nach Gurs deportiert.


Der Friedhof in Rastatt

Lange Zeit wurden die Verstorbenen in Kuppenheim bestattet, bisschliesslich 1881 ein eigener Friedhof eingeweiht werden konnte.  Auf dem Areal mit einer Fläche von 9.37 a sind noch 104 Grabsteine erhalten.

Eindrücke vom Friedhof und den Grabsteinen


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte in Baden-Württemberg,, Stuttgart 1988,

http://www.alemannia-judaica.de/rastatt_friedhof.htm

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/BADENWUE/PROJEKTE/f-bw.htm#Rastatt

Autoren: Fotos Heiner Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth, 2017

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