Schmieheim

Jüdisches Leben in Schmieheim

Schmieheim ist ein Ortsteil von Kippenheim und liegt südlich von Offenburg in Südbaden.

Vom Jahre 1648 an ist die Anwesenheit von Juden im Dorf belegt. Die Anzahl der Bewohner vergrößerte sich rasch, zeitweise waren bis zu 50% der Einwohner Juden. entsprechend waren die Einrichtungen einer großen Gemeinde. Neben der Synagoge, deren Erbauungsdatum nicht bekannt ist, bestanden eine Schule und eine Mikwe. Zeitweise war Schmieheim der Sitz des Bezirksrabbinats.

1933 lebten noch etwa 120 Juden in Schmieheim. Sie wurden verfolgt, erniedrigt und boykottiert. Viele wanderten aus, die restlichen 16 Juden wurden verschleppt und ermordet.

Synagoge und Frioedhof wurden 1938 geschändet und zerstört.


Der Friedhof von Schmieheim

Der Friedhof von Schmieheim ist der größte jüdische Friedhof Südbadens. Auch die Toten der umliegenden Gemeinden wurden hier bestattet. Er hat eine Fläche von 70 h und enthält etwa 2500 Grabsteine. Der älteste Grabstein datiert von 1701, der letzte von 1941. Auf dem Friedhof befindet sich ein Kriegerdenkmal für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges.


Quellen und Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_Schmieheim

www.evang-kirche-schmieheim.de/gemeinde/geschichte/

http://www.alemannia-judaica.de/synagoge_schmieheim.htm

Alicke Klaus Dieter, Lexikon der jüdischen Gemeinden Deutschlands

Kurt Huck, Kippenheimer Chronik, 1977

Günther Pommerening, Die Juden in Schmieheim.  Dissertation Philosophische Fakultät der Universität Hamburg, 1990

Heiner Knester, Ilvesheim und Gisela&Wolfgang Heumann

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