Schopfloch

Juden in Schopfloch

Schopfloch ist eine Gemeinde in Mittelfranken in der Nähe von Ansbach.

Vom frühen 16. Jahrhundert waren Juden im Ort ansässig. Der jüdische Friedhof wurde im Jahre 1612 angelegt und seither mehrfach erweitert. Die letzten Beisetzunge fanden im Jahre 1938 statt. Heute finden sich auf dem großen Gelände über tausend Grabsteine.

Die erste Synagoge wurde 1679 gebaut, im 19. Jahrhundert folgten eine Schule, eine Lehrerwohnung und eine neue Synagoge. Sie wurde n1938 zerstört.

Zeitweise waren 30% der Einwohner Juden. Die noch überlebenden Schopflocher Juden wurden in Lagern ermordet.


Der jüdische Friedhof von Schopfloch

Der Friedhof wurde im Jahre 1612 erstmalig belegt. Er wurde mehrfach erweitert. Heute stehen noch über 1000  Grabsteine an dem „Guten Ort“.


Borech haboh – Lachoudisch in Schopfloch

In Schopfloch waren im 19. Jahrhundert bis zu 30% der Bevölkerung Juden. Entsprechend färbten jüdische Gebräuche und insbesondere ein aus jiddisch, rotwelsch und deutsch gefärbtes Idiom in den Sprachschatz der Gemeinde durch. Bis heute wird das Lachoudisch, das „Borech habo (Heilige Sprache) im Ort gepflegt. Der folgende Artikel schildert die Mischsprache und Ihre Anwendung:

Borech habo – Lachoudisch in Schopfloch zum Artikel


Quellen und Literatur

http://www.alemannia-judaica.de/schopfloch_friedhof.htm

http://www.alemannia-judaica.de/schopfloch_synagoge.htm

https://de.wikipedia.org/wiki/Schopfloch_(Mittelfranken)

Gunther Reese, Spuren jüdischen Lebens, Aktionsgruppe Altmühl-Wörnitz, 2010

Fotos: Heiner Knester, Ilvesheim.  Text: Gisela&Wolfgang Heumann  5_2017

Show CommentsClose Comments

Leave a comment