Thalmässing

Jüdisches Leben in Thalmässing

Gedenktafel für die jüdische Gemeinde

Der Ort liegt in Mittelfranken im Großraum Nürnberg und zählt heute knapp 6 000 Einwohner.
In der Region in Mittelfranken sind jüdische Bewohner schon 1225 bekannt, im Ort selbst werden sie erstmals 1355 erwähnt- Nach ihrer Vertreibung Mitte des 15. Jahrhunderts ist die Niederlassung von Juden erst um 1516 wieder möglich. Immerhin steigt ihre Zahl kontinuierlich an und erreicht 1743 mit 227 Personen ihren Höchststand.

1690 entstand die erste Synagoge, die dann 1857 durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt wurde. Dieses Gotteshaus hatte Bestand bis 1937 in der NS-Zeit. Nach der Plünderung im November 1938 wurde das Gebäude als Lagerhaus genutzt. Erst 1972 wurde es abgerissen, ein Gedenkstein erinnert daran.


Der Friedhof in Thalmässing

Der Eingang zum Friedhof

Ein eigener Friedhof wurde 1832 gegründet, bis dahin wurden die Toten in Georgensgmünd  bestattet. Möglich wurde die eigene Begräbnisstätte durch Spenden zweier Familien (Heidecker und Niedermair).
In der NS-Zeit wurde der Friedhof geschändet und die Grabsteine teilweise entwendet. 130 Steine mit teilweise schöner Gestaltung und Texten sind heute noch vorhanden. Das Areal hat eine Größe von 1400 m² und ist mit einer massiven Steinmauer umgeben.


Quellen und Literatur

Schwierz, Israel: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern 1988

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/Bayern/f-bayern.htm#Thalm%C3%A4ssing

http://ikg-bayern.de/frs/fr_094.html

http://www.alemannia-judaica.de/thalmaessing_friedhof.htm

Autoren: Bilder Heiner Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth 2016

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