Butzbach

Im 1 Stock des Rathauses war der jüdische Betraum

Butzbach ist eine Stadt mit rund 25 000 Einwohnern, gelegen im mittelhessischen Wetteraukreis.

Jüdische Bewohner werden im Mittelalter wiederholt genannt, erstmals 1332, dann wieder 1371/72. 1384 muss es eine Kultusgemeinde gegeben haben, mit einer Synagoge. Während vom 15. – 17. Jahrhundert offensichtlich nur wenige Juden in Butzbach lebten, kam es im 19. Jahrhundert wieder zu verstärkter Niederlassung.

Ab 1848 gab es einen Betraum im 1. Stock des Rathauses.

1926 wurde dann eine Synagoge erbaut. Sie wurde 1938 im November-Pogrom von den Nazis niedergebrannt. Die letzten 18 jüdischen Einwohner von Butzbach wurden 1941/42 von den Nazis deportiert und ermordet.


Der Friedhof

Info am Tor des Friedhofs

Schon im Spätmittelalter dürfte ein jüdischer Friedhof existiert haben, der  jedoch in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts untergegangen ist.

Nach Gründung einer Gemeinde in Butzbach 1848 wurde wieder ein Friedhof angelegt. Er hat eine Fläche von 834 m². Viele Grabsteine sind trotz Plünderungen noch erhalten. 1947 wurden die noch vorhandenen Steine restauriert und der Friedhof wieder instand gesetzt. Der älteste lesbare Stein ist eine Säule von 1892.

Eindrücke vom Friedhof

zu den Quellen und der Literatur

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