Wetzlar

Juden in Wetzlar

Wetzlar ist eine Stadt in Mittelhessen. Im Ort bestand bereits im Mittelalter eine kleine jüdische Gemeinde. Die Juden wohnten in einem Judenviertel, das jedoch nicht als Ghetto ausgewiesen war.

Während der Pestepidemien kam es zu Pogromen, die Gemeinde wurde ausgelöscht. Die Zahl der Gemeindemitglieder stieg dann bis 1900 auf etwa 170 an. Nach 1933 wurden die Juden in Wetzlar verfolgt, entrechtet und getötet.

Eine Synagoge und eine Mikwe bestanden bereits im Mittelalter. Die Synagoge wurde 1938 im Inneren verwüstet, aber nicht abgebrannt. Das Gebäude wurde 1958 wegen Baufälligkeit abgerissen.

Der erste Friedhof entstand im 17. Jahrhundert am Silhofer Tor. Im Jahre 1880 wurde der neue Friedhof an der Bergstrasse eröffnet.

In den eingemeindeten Stadtteilen Hermannstein und Münchholzhausen bestehen ebenfalls jüdische Friedhöfe.


Der alte jüdische Friedhof von Wetzlar

Der alte jüdische Friedhof entstand im 17. Jahrhundert vor der Stadtmauer. Er wurde um 1880 geschlossen.

Der neue jüdische Friedhof von Wetzlar

Der neue jüdische Friedhof an der Bergstraße wurde 1880 eingeweiht und bis 1940 belegt.


Quellen und Literatur

Karl Watz: Geschichte der jüdischen Gemeinde in Wetzlar, Wetzlarer Geschichtsverein (Hrsg.), Wetzlar 1988

Karsten Porezag: … dann müssen die Steine reden! Schriften zur Stadtgeschichte , 2004,

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Gemeinde_Wetzlar

Bilder und Texte: Gisela&Wolfgang Heumann, 3-2018

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