Gerolstein

Juden in Gerolstein

Wappen von Gerolstein * Wikipedia gemeinfrei

Gerolstein ist eine Kleinstadt in der Eifel zwischen Prym und Daun.

Juden in Gerolstein wurden erstmals um die Mitte des 14. Jh. erwähnt. Nach den Pestpogromen jener Zeit sind erst gegen Ende des 18. Jh. dort wieder zwei jüdische Familien nachgewiesen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jh. formierte sich eine kleine jüdische Gemeinde, die 1894 einen eigenen Friedhof anlegte.

Um 1930 entstand der Plan für eine Synagoge, der Baugrund wurde erworben, zur Realisierung kam es jedoch auf Grund der historischen Ereignisse nicht.


Der Friedhof von Gerolstein

Im Jahre 1894 wurde der Friedhof eingeweiht.

Er liegt westlich des Ortskerns, innerhalb des Städtischen Friedhofs Sarresdorfer Straße (= B 410), unweit der Erlöserkirche

Das jüdische Gräberfeld liegt nahe dem Seiteneingang zum Friedhof von der Straße „Am Auberg“. Lediglich eine Hecke trennt die 15 Grabstätten (8 Einzel- und 5 Doppelgräber) vom restlichen Friedhof.  Als 1894 jüdische Bürger Gerolsteins diesen Grund für einen Friedhof erwarben, war er noch getrennt vom benachbarten Sarresdorfer Kirchhof. Erst durch dessen Umwidmung zum Städtischen Friedhof wuchs dieser so weit, daß er inzwischen den jüdischen Friedhof auf allen Seiten umgibt.

Die letzte Bestattung fand hier im Dezember 1940 statt. Zwei der Doppelgräber sind nur mit jeweils einer Person belegt, die Ehefrauen, die hier ihre letzten Ruhestätten finden sollten, wurden verschleppt.

Erhaltungszustand:

Ebenso wie die benachbarten Teile des allgeinen Friedhofes: wenig gepflegt.

Stand: Mai 2008.


http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/e-g/713-gerolstein-eifel-rheinland-pfalz

http://www.alemannia-judaica.de/gerolstein_friedhof.htm

Dokumentation des Friedhofes 2009 durch Dieter Peters:

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images 234/Gerolstein_2007.pdf

Fotos und Texte; Dr. Hans-Peter Laqueur, 2008; Texte, Layout: Gisela&Wolfgang Heumann, 7-2019

Show CommentsClose Comments

Leave a comment