Billerbeck

Geschichte und jüdisches Leben

Billerbeck ist eine Kleinstadt westlich von Münster.

Seit Beginn des 17. Jahrhunderts lebten einzelne Juden in der Stadt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis 1930 zählte die Gemeinde relativ konstant etwa 30 bis 40 Mitglieder.

Der preußische Staat erzwang die Bildung von Synagogenbezirken. Nur widerwillig schloss sich Billerbeck der Synagogengemeinde Coesfeld an. Erhebliche Spannungen blieben zwischen den Gemeinden bestehen. Um die Eigentumsrechte am Friedhof von Billerbeck wurde erbittert gestritten.

Eine Synagoge konnte sich die Gemeinde nicht leisten, der Gottesdienst wurde in Privathäusern abgehalten.

Unter den Nationalsozialisten wurden die Juden verfolgt, gedemütigt und getötet. Nur wenige überlebten die Verfolgungen.

Hervorzuheben ist, dass die Maßnahmen gegen die Juden vom größten Teil der Bevölkerung nicht mit getragen und abgelehnt wurden.


Der Friedhof von Billerbeck

Der jetzige Jüdische Friedhof am Ufer der Berkel entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts , nachdem der erste Friedhof, der ganz in der Nähe des jetzigen Friedhofs lag, aufgegeben wurde.

Etwa ab 1870 wurde der neue Friedhof an der jetzigen Stelle benutzt. Genaue Angaben fehlen. Auch Juden aus Nachbargemeinden wurden hier bestattet.


Quellen und Literatur

Elfi Pracht-Jörns, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Band 4, Bachem, Köln, 2004 

Ludger Grevelhörster, Billerbeck, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen 

http://www.xn--jdische-gemeinden-22b.de/index.php/gemeinden/a-b/399-billerbeck-muesterland-nordrhein-westfalen

 Alicke, Klaus-Dieter, Lexikon der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum, Gütersloher Verlagshaus, 2008

Bilder&Texte: Gisela&Wolfgang Heumann 9_2014

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