Gescher

Juden in Gescher

Gescher ist eine Kleinstadt im westlichen Münsterland.

Vermutlich haben schon vor dem Jahre 1700 Juden in der Stadt gelebt. Der sichere Nachweis gelingt erst ab 1773.

In der Armlandstrasse gab es eine Betstube im Hinterhaus des Hauses der Familie Stein. Im Jahre 1938 wurde der Betsaal bei den Novemberpogromen verwüstet.

Die Bewohner von Gescher emigrierten, die restlichen Menschen wurden verschleppt und ermordet.


Der Friedhof von Gescher

Der Friedhof ist erstmalig katasteramtlich im Jahre 1867 nachgewiesen, hat aber schon vorher bestanden. Er liegt am Südlohner Damm. Auch die Juden der Umgebung wurden hier beerdigt.

Während der NS Zeit wurde der Friehof verwüstet. 

Nach 1945 versuchte die Verwaltung, sich des Friedhofs zu entledigen, um Kosten zu sparen. Er sollte eingeebnet werden..

Im Jahre 1988 wurde der Friedhof geschändet und dabei fast völlig zerstört.


Quellen und Literatur

Pracht Jörns, Jüdisches Kulturerbe, Bd IV, Bachem, Köln, 2002

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_(Gescher)

Bild und Text: Gisela&Wolfgang Heumann 7_2015

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