Nottuln

Juden in Nottuln

Nottuln ist eine Kleinstadt westlich von Münster im Kreis Coesfeld. Erste jüdische Bürger siedelten sich gegen Ende des 17. Jahrhundertes an. Es waren bis zum 19. jahrhundert nur maximal 60 Juden in der Stadt wohnhaft. Nach 1933 lebten nur noch einzelne Juden in Nottuln. Die verbliebenen Juden wurden ermordet.Eine Synagoge gab es nicht. Der Gottesdienst wurde in Betstuben abgehalten. Mehrfach mussten die Betstuben gewechselt werden, weil die Stadtverwaltung die Abhaltung von Gottesdiensten von einer Genehmigung abhängig machte. Nach 1919 gingen die Juden zum Gatttesdienst in die benachbarten Städte.


Der jüdische Friedhof von Nottuln

Der Friedhof am heutigen Uphovener Weg wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts erstmalig erwähnt. Es handelte sich um ein Sumpfgelände weit ausserhalb des Ortes. Im Jahre 1933 standen auf dem Gelände noch zahlreiche Grabsteine, die heute bis auf 24 Steine verschwunden sind. Der Ort wird heute von der Gemeinde versorgt. Aber noch 1971 diskutierte man im Gemeinderat über die Aufhebung des Friedhofs. Die jüdische Gemeinde Münster nutzt den Friedhof weiterhin für Bestattungen.

Der ältere Teil des Friedhofs

Im hinteren, älteren Teil des Friedhofs stehen 24 Steine aus der Zeit vor 1945.

Der neuere Teil des Friedhofs

Im vorderen, neueren Teil des Friedhofs befinden sich Gräber aus der neueren Zeit. Die Namen auf den Grabsteinen lassen erkennen, dass es sich um Gemeindemitglieder aus den GUS Staaten handelt.


Quellen & Literatur

Elfi Pracht-Jörns, Jüdisches Kulturerbe, Bachem, Köln,1998

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/m-o/1472-nottuln-nordrhein-westfalen

Fotos: Christian Damhus, Teste und Layout: Gisela&Wolfgang Heumann

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