Südlohn

Jüdisches Leben in Südlohn

Südlohn ist eine Kleinstadt im westlichen Münsterland. Um 1800 wurden die ersten Juden in der Stadt aktenkundig. Im Jahre 1822 lebten 20 Juden in der Stadt. Südlohn gehörte mit den umliegenden Gemeinden zur Synagogengemeinde Ahaus.

Im Jahre 1882 wurde die kleine Synagoge am Nonnenwall eingeweiht.

Am 10. November 1938 wurde die Synagoge verwüstet und wenig später abgerissen. Heute erinnert ein Gedenkstein an den Standort der Synagoge. 

Am 8. Dezember 1941 wurden zwölf Südlohner Juden in das Ghetto in Rigaverschleppt. Fünf weitere ältere Personen wurden in das Konzentrationslager Theresienstadt transportiert. Keiner der deportierten jüdischen Bürger überlebte die Verfolgung.


Der Friedhof von Südlohn

Im Jahre 1857 wurde das Grundstück des Friedhofs erworben. Es liegt an der Ortsausfahrt in Richtung Borken. Insgesamt wurden 19 Tote bestattet. 

In den Jahren um 1941 wurde der Friedhof zerstört. Er wurde im Jahre 1945 wider hergerichtet und in der Folgezeit mehrfach geschändet.


Quellen und Literatur

Pracht Jörns, Elfi, Köln, Bachem, 2002, Jüdisches Kulturerbe

Alicke, Lexikon der jüdischen Gemeinden in Deutschland

http://www.heimatverein-suedlohn.de/pages/ueber-suedlohn-und-oeding/friedhoefegedenksteine/friedhoefegedenksteine-suedlohn.php

Fotos und Text: Gisela&Wolfgang Heumann

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