Voerden (Marienmünster)

Juden in Voerden (Marienmünster)

Voerden ist ein Stadtteil von Marienmünster, einem Ort im Münsterland.

Juden werden ermalig um 1700 erwähnt. Es lebten jedoch auch in den folgenden Jahrhunderten stets nur wenige Juden im Ort. Der Gottesdienst fand in privaten Räumen statt. Später existierte eine bescheidene Synagoge.

Wirtschaftlich ging es den Voerdener Juden nicht gut. Sie mussten Ihren Broterwerb meist mit Hausierertätigkeiten bestreiten.

Während der Novemberpogrome wurden die wenigen Juden verhaftet, verschleppt und gequält. Ihre Wohnungen wurden demoliert. Die Synagoge wurde nicht beschädigt. Sie diente als Wohnhaus und wurde später abgerissen.

Neun Juden aus Voerden wurden verschleppt und ermordet.


Der jüdische Friedhof von Voerden

Wann der Friedhof „Im Hogge“ zuerst genutz wurde, ist nicht bekannt. Vermutlich wurden hier schon Juden im frühen 18. Jahrhundert beigesetzt. Der älteste erhaltene Grabstein datiert von 1824. Die letzte Beerdigung fand im Jahre 1957 statt. Auf dem Friedhof sind noch 33 Grabsteine erhalten. 


Quellen und Literatur

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/u-z/2011-voerden-nordrhein-westfalen

https://www.bredenborn.de/Geschichte/Juden-in-Bredenborn/Verfolgt-Vergast-Vergesen-Teil-1–S.-1-18.pdf

Elfi Pracht-Jörns, Jüdisches Kulturerbe, Köln, Bachem, 1998

Fotos: Klaus Erdmann, Texte, Layout: Gisela&Wolfgang Heumann, 10-2018

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