Vreden

Juden in Vreden

Die Kleinstadt Vreden liegt im westlichen Münsterland nahe der niederländischen Grenze. Erste Juden lassen sich vom 14. Jahrhundert an nachweisen. Zu Spitzenzeiten siedelten um die Mitte des 19. Jahrhunderts etwa 100 Juden am Ort.

Das Zusammenleben in der Gemeinde verlief nicht immer problemlos. Häufig kam es im Verlauf der Besiedlung zu Übergriffen.

Sehr früh gab es ein Bethaus in der Stadt, ab etwa 1800 dann eine Synagoge mit Unterrichtsraum und Mikwe. Die Synagoge wurde im Krieg zerstört. An der Stelle, wo die Synagoge stand, wurde ein Denkmal errichtet.

In der Stadt gab es zwei Friedhöfe. Sie sind erhalten.

In der NS Zeit emigrierten die meisten jüdischen Einwohner. 33 von ihnen wurden in Riga ermordet.


Die Friedhöfe

Der neue jüdische Friedhof in Vreden

Der neue jüdische Friedhof an der Berkelaue wurde 1928 zuerst belegt. Die letzte Beerdigung fand 1958 statt. Es sind 7 Grabsteine erhalten.

Der alte jüdische Friedhof in Vreden

Der alte jüdische Friedhof wurde von 1818 bis 1930 belegt. Er liegt am Dewesweg. Es sind noch etwa 40 Grabsteine erhalten. Ein Gedenkstein mit den Namen der Opfer wurde errichtet.


Quellen und Literatur zum jüdischen Friedhof Vreden

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/u-z/2012-vreden-nordrhein-westfalen

Michael Brocke, Feuer an dein Heiligtum gelegt – Zerstörte Synagogen 1938 Nordrhein-Westfalen, Ludwig Steinheim-Institut, Kamp Verlag, Bochum 1999

Elfi Pracht-Jörns, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Regierungsbezirk Münster, J.P.Bachem Verlag, Köln 2002

Fotos und Text:Gisela&Wolfgang Heumann  1/2017

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