Alpen

Jüdisches Leben in Alpen

Juden sind in Quellen erstmalig im Jahre 1714 in Alpen nachzuweisen.

In der Zeit bis 1802 zogen 17 Familien in den Ort. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts blieb die Anzahl der jüdischen Bürger dann relativ konstant bei 60 bis 70 Häuptern.

Um das Jahr 1800 ist erstmals eine Synagoge in der heutigen Burgstrasse neben der Kirche erwähnt. Daneben lag die jüdische Religionsschule. Die Mikwe befand sich in der heutigen Alten Kirchstrasse.

Die Synagoge wurde im Jahre 1938 zerstört und später abgerissen. Heute erinnert eine Gedenktafel an die Synagoge und an die ermordeten jüdischen Mitbürger.


Der Friedhof in Alpen

Der jüdische Friedhof von Alpen liegt an der Menzelner Strasse im Osten der Ulrichstrasse weit außerhalb des Ortes. Der Ort ist als weitläufige Rasenfläche mit umgebender Hecke angelegt.

Die Belegung erfolgte von 1792 bis zum Jahre 1936. Es sind noch 56 Grabsteine erhalten. Viele Grabsteine wurden in der Vergangenheit zerstört.

Die Form der Steine und die Epigrafik deuten auf eine traditionelle Lebensweise der Gemeinde hin.


Quellen und Literatur

Brocke M./Müller Chr.: Haus des Lebens, Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Leipzig 2001 

Pracht-Jörns, Elfi, Jüdisches Kulturerbe in NRW, Bachem, Köln, 2005

Bilder und Text: Gisela&Wolfgang Heumann

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