Meppen

Jüdisches Leben in Meppen

Meppen ist eine Kleinstadt im Emsland an der westlichen Grenze von Niedersachsen zu den Niederlanden. Die jüdische Gemeinde hatt stets nur wenige Mitglieder.

Die ersten Juden ließen sich um 1700 in Meppen nieder. Im Jahre 1847 wurde ein Haus gekauft und als Synagoge benutzt. Das Haus lag in einem schlechten Viertel, weil hier Bauern ihren Mist lagerten. In dem Haus befanden sich die Schule und wahrscheinlich die Mikwe.

Die Synagoge wurde im Jahre 1938 bei den Pogromen zerstort und später abgerissen.


Der Friedhof von Meppen

Der jüdische Friedhof liegt in einem Bogen des Flusses Hase. Die jüdische Gemeinde kaufte das Grundstück nach 1700 von der Gemeinde. Ursprünglich waren hier einhundert Grabsteine vorhanden. Sie verschwanden zu einem großen Teil bei Schändungen des Friedhofs während der Nazi Zeit, aber auch während mehrerer Schändungen in den letzten Jahrzehnten.

Eine Stele kurz hinter dem Eingang erinnert an die ermordeten Juden. Das Eingangstor wurde von Schülern der Berufsschule neu aufgemauert.

Die letzte Beerdigung fand 1991 statt. Es sind noch 22 Steine vorhanden.

Die hebräische Inschrift auf dem ersten Hügel am Anfang des Friedhofs lautet: „Friede sei über Ihrem Ruhestätten.“


Quellen und Literatur

Jüdische Friedhöfe im Emsland. Hrsg. vom Landkreis Emsland, Meppen 1991

http://www.emslaendische-landschaft.de/medien/bilder/downloads/Broschre_SpurenjdischenLebens_WEB.pdf

http://www.judentum-christentum.de/index.php?option=com_content&task=view&id=60

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_%28Meppen%29.

Bilder und Texte:

Gisela&Wolfgang&Hendrik Heumann,

Juni 2016

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