Binau

Juden in Binau

Gedenktafel für die Ermordeten in den KZs Neckareiz und Neckargerach

Binau ist eine kleine Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis und gehört zur nRegion Rhein-Neckar.

Juden lebten hier in geringer Zahl ab Ende des 17. Jahrhunderts. Es gab eine Synagoge am Ende des 18. Jahrhunderts, die jedoch später einem Neubau weichen musste. Trotz der geringen Zahl stellte die jüdische Bevölkerung zeitweise ein Drittel der Gesamtheit der Dorfbewohner, ihre Höchstzahl erreichte 146 Personen im Jahre 1839.
Das Gebäude der ehemaligen Synagioge ist heute in Provatbesitz, auch das rituelle Bad ist erhalten.


Der Friedhof in Binau

Der Eingang zum Friedhof

Ein eigener Friedhof wurde in Binau in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (1835 oder 1851) angelegt. Er hat eine Fläche von 774 m² und wurde bis 1938 belegt. 70 Grabsteine sind erhalten.

Im Jahre 1944 wurde der Friedhof für die Toten der nahegelegenen KZ-Aussenstellen Neckarelz und Neckargerach verwendet. Über 200 umgekommene Zwangsarbeiter aus vielen Ländern wurden hier begraben. Ein Gedenkstein erinnert an die Opfer.

Eine Auswahl der Grabsteine


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte in Baden-Württemberg, Stuttgart 1988

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/a-b/402-binau-baden-wuerttemberg

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_(Binau)

Autoren: Fotos Heiner Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth (2016)

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