Feudenheim

Juden in Feudenheim

Feudenheim war früher eine eigenständige Kleinstadt und ist heute ein Stadtteil von Mannheim im Norden Baden-Württembergs. Feudenheim liegt im Osten Mannheims am Neckar.

Erstmalig liessen sich im Jahre 1672 Juden im Ort nieder. Im 19. Jahrhundert stieg die Anzahl der Juden mit zunehmender Gleichberechtigung und mit zunehmenden Verdienstmöglichkeiten deutlich an, um dann mit der beginnenden Landflucht und der Abwanderung in die Städte wieder abzusinken. Im Jahre 1933 lebten noch 40 jüdische Mitbürger im Ort. Viele wanderten aus, 12 Menschen wurden ermordet.

Im Ort gab es ab 1819 eine Synagoge, eine jüdische Schule und eine Mikwe. 1938 wurde die Synagoge zerstört. Im Jahre 1962 wurden die baufälligen Reste abgerissen und zu einer Gedenkstätte umgewandelt. Die beim Abriss gefundenen Grundsteine gingen verloren.


Der alte Friedhof von Feudenheim

Der Jüdische Friedhof an der Scheffelstrasse wurde im Jahre 1858 ertmalig belegt. Er wurde bis 1900 genutzt. Heute sind noch 53 Grabsteine vorhanden


Der neue Friedhof von Feudenheim

Der neue jüdische Friedhof wurde neben dem christlichen Friedhof an der Talstraße angelegt. Es sind heute noch  19 Grabsteine erhalten. Der älteste Grabstein datiert von 1901, die letzte Beerdigung fand 1939 statt.


Quellen und Literatur

Karl Otto Watzinger: Die jüdische Gemeinde Feudenheim. In: Mannheimer Hefte. 1965

http://de.wikipedia.org/wiki/Feudenheim

http://www.alemannia-judaica.de/feudenheim_friedhoftal.htm

http://www.alemannia-judaica.de/feudenheim_friedhofscheff.htm

http://www.alemannia-judaica.de/feudenheim_synagoge.htm

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim, Wolfgang Heumann, Hünxe 11_2014

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