Flehingen

Juden in Flehingen

Der früher selbständige Ort gehört jetzt zur Stadt Oberderdingen im Landkreis Karlsruhe.

Schon um 1550 ist hier eine jüdische Familie ansässig, eine größere Anzahl Juden ist jedoch erst Mitte des 18. Jahrhunderts bezeugt. Die weitere Entwicklung der jüdischen Bevölkerung führte bis zu 167 Personen im Jahre 1832, um dann allerdings seit Beginn des 20. Jahrhunderts und vor allem ab 1933 stark zurückzugehen. Das NS-Regime löschte die Gemeinde 1940 vollständig aus.

Es wird berichtet, dass der Viehhandel im Kraichgau weitgehend von jüdischen Händlern aus Flehingen bestritten wurde. Der Ort hatte wohl schon im 18. Jahrhundert eine Synagoge, die 1870 durch einen Neubau ersetzt wurde. 1938 von den Nazis geschändet und geplündert, wurde das Gebäude bald abgerissen und das Gelände überbaut.


Der Friedhof in Flehingen

Der Eingang

Der heute ca. 39 a große Friedhof war bereits 1688 angelegt worden und erfuhr mehrfache Erweiterungen. Der an einem steilen Hang gelegene Friedhof weist heute noch 294 Grabsteine auf.

Weitere Bilder vom Flehinger Friedhof


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischerGeschichte in Baden-Württemberg, Stuttgart 1988

www.jüdische-gemeinden.de

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_Flehingen

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim, Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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