Hemsbach

Juden in Hemsbach

Die ehemalige Mikwe

Die jüdische Gemeinde in Hemsbach bestand von 1660 bis zum Jahre 1938. Wie in vielen jüdischen Gemeinden, wurde die höchste Anzahl von Personen in der Mitte des 19. Jahrhunderts erreicht. Dann nahm die Zahl bis 1933 kontinuierlich ab. In der NS Zeit kam es zu Drangsalierungen, Verfolgungen und Ermordung von 15 jüdischen Mitbürgern.

Eine erste Synagoge mit Mikwe datiert von vor 1800, eine zweite Synagoge mit Schule, Lehrerwohnung und Mikwe wurde 1845 erbaut. Sie wurde 1938 schwer beschädigt und danach als Wohnung und Werkstatt benutzt. Von 1985 an wurden die Gebäude restauriert, sie werden für Veranstaltungen genutzt.

Das Rathaus der Gemeinde ist das ehemalige Schloß des Freiherrn von Rothschild


Der Friedhof von Hemsbach

Der jüdische Friedhof von Hemsbach wurde im Jahre 1674 angelegt. Er liegt östlich des Ortes am Mühlweg. Auch die Toten aus den Dörfern der Umgebung wurden hier beigesetzt.
Heute sind noch 1.066 Grabsteine vorhanden, die die Zeit der NS-Diktatur überstanden haben. „Der Judenfriedhof bei Hemsbach ist einer der schönstgelegenen des deutschen Westens, nicht einer der ältesten, so pries das Israelische Familienblatt im Sommer 1934 die Begräbnisstätte an.“ (Israelisches Familienblatt, Nr. 23. vom 4. Juni 1934; S. Lilienthal: Der Judenfriedhof zu Hemsbach in Baden)


Quellen und Literatur

Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte in Baden Württemberg, Schlee/ Schaab, ,Theiss Verlag Stuttgart

Hößler, Juden in Hemsbach, , PH Heidelberg 1984

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/BADENWUE/PROJEKTE/f-bw.htm#Hemsbach

http://www.alemannia-judaica.de/hemsbach_friedhof.htm

Autoren: Karl Döringer, Heiner Knester, Ilvesheim,Gisela und Wolfgang Heumann, Hünxe

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