Jöhlingen

Juden in Jöhlingen

Der kleine Ort Jöhlingen gehört zur Gemeinde Walzbachtal im Landkreis Karlsruhe. Juden lebten wohl schon in der Mitte des 17. Jahrhunderts im Ort, eine richtige Gemeinde scheint jedoch erst im 19. Jahrhundert gebildet worden zu sein. Eine Synagoge mit angeschlossener Schule und Mikwe sind ab 1802 entstanden. 1825 lebten immerhin 85 Personen jüdischen Glaubens in Jöhlingen, 1875 waren es bereits 99 Personen. Bis zum Beginn der NS-Zeit war die Zahl jedoch erheblich zurückgegangen, 1933 werden nur noch 33 Personen gezählt, durch Vertreibung und Deportation blieb schließlich kein einziger jüdischer Bewohner übrig. Die Synagoge wurde Opfer des November-Pogroms 1938, das zerstörte Gebäude wurde später abgerissen und die Stelle überbaut.


Der Friedhof in Jöhlingen

Der jüdische Friedhof in Jöhlingen wurde 1888 angelegt. Auf einer Fläche von 12,47 a sind noch 46 Grabsteine erhalten. Er wurde zuletzt 1936 benutzt.

Bilder vom Jöhlinger Friedhof


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischerGeschichte in Baden-Württemberg, Stuttgart 1988

www.jüdische-gemeinden.de

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_J%C3%B6hlingen

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim, Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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