Mingoldsheim

Jüdisches Leben in Mingoldsheim

Die Synagoge * Bild Dr. Willy Messmer, Wikipedia

Mingoldsheim ist ein Teil der Gemeinde Bad Schönborn in Baden Württemberg. Jüdisches Leben gibt es am Ort von der Mitte des 18. Jahrhunderts an. Neben einer Synagoge gab es eine Schule und ein rituelles Bad. Die Anzahl der jüdischen Bewohner erreichte im Jahre 1877 mit 77 Personen das Maximum.

Zu Beginn der Ansiedlung lebten die Juden meist vom Tier- und Getreidehandel. Im Jahre 1900 wurden drei jüdische Zigarrenfabriken gegründet. Zwei davon wurden erst im Jahre 1933 „arisiert“ und später geschlossen.

Jüdische Einwohner wurden ab 1933 zunehmend entrechtet und verfolgt. Im Jahre 1938 wurde die Synagoge zerstört. Viele Einwohner emigrierten, die übrigen wurden verschleppt und ermordet.


Der Friedhof von Mingoldsheim

Der Eingang des Friedhofs

Bis 1878 wurden die Toten der Gemeinde auf dem Friedhof in Obergrombach bestattet. Im Jahre 1878 bekam Mingoldsheim einen eigenen Friedhof.

Der Friedhof wurde von 1878 bis 1939 belegt. Er enthält 150 Grabsteine


Quellen und Literatur

Willy Messmer: Juden unserer Heimat. Bad Schönborn 1986

Willy Messmer: Der jüdische Friedhof, Bad Schönborn 1988 

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Gemeinde_Bad_Mingolsheim

Foto der Synagoge: Dr. Willy Messmer, Wikipedia , Copyright free use

Autoren: Bilder Heiner Knester, Ilvesheim, Text Gisela&Wolfgang Heumann

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