Obergrombach

Juden in Obergrombach

Die ehemalige Synagoge (Bild wikipedia gemeinfrei)

Der heutige Stadtteil von Bruchsal war früher eine selbständige Stadt. Eine jüdische Gemeinde wird erstmals 1646 genannt, sie bestand bis zum Jahre 1888. Eine eigene Synagoge richtete sie 1845 in einer ehemaligen Burgkapelle ein. Als die Gemeinde erloschen war, übernahm die evangelische Gemeinde das Gebäude als Kirche.


Der Friedhof in Obergrombach

Beschreibung des Friedhofs

Schon 1632, während des Dreißigjährigen Krieges war in Obergrombach ein Friedhof als Verbandsfriedhof angelegt worden. Er wurde zeitweise von 20 Gemeinden der näheren und weiteren Umgebung benutzt. Seine Fläche beträgt 140 a.

Im Zuge der November-Pogrome1938 wurde der Friedhof verwüstet. Das Ergebnis war, dass von den 2300 vorhandenen Grabsteinen 1800 umgeworfen, zweckentfremdet und verschleppt wurden. Erst nach dem Krieg fand man durch Zufälle zahlreiche Steine in einem Hohlweg unter Erdreich. Zuerst waren es 70 Steine, später tauchten weitere 850 Steine auf, allerdings zumeist stark beschädigt oder nur in Fragmenten. Soweit möglich, wurden die Grabsteine wieder aufgestellt, viele der Fragmente wurden an Stelen befestigt und im Friedhof platziert.

Teilansichten des Friedhofs

weitere Bilder vom Friedhof


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte in Baden-Württemberg, Stuttgart 1988

www.jüdische-gemeinden.de

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_Obergrombach

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/BADENWUE/PROJEKTE/f-bw.htm

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim, Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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