Schwetzingen

Juden in Schwetzingen

Schwetzingen gehörte jahrhundertelang zur Kurpfalz und diente zeitweise als Residenz der Kurfürsten, die dort ein Schloss errichteten. 1803 fiel das rechtsrheinische Gebiet an Baden. Seit etwa 1700 sind einige jüdische Familien in Schwetzingen ansässig, die dem Kurfürsten zu hohen Abgaben verpflichtet waren. Die entstandene kleine jüdische Gemeinde konnte aus finanziellen Gründen keine eigene Synagoge bauen. Deshalb wurden die Gottesdienste zumeist in Privathäusern abgehalten, zeitweise auch in Räumen des kurfürstlichen Schlosses. Der größte Teil der jüdischen Bevölkerung wurde zur NS-Zeit vertrieben oder deportiert, 21 Personen kamen in den Konzentrationslagern um.


Der Friedhof in Schwetzingen

Die kleine jüdische Gemeinde bestattete ihre Toten lange Zeit auf dem Verbandsfriedhof in Wiesloch, bis sie im Jahre 1893 einen eigenen Friedhof anlegen konnte. Er befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum christlichen Friedhof. Auf einer Fläche von 5,11 a sind heute noch 58 Grabsteine erhalten.


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte  in Baden-Württemberg, Stuttgart 1982.

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_Schwetzingen

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/s-t/1795-schwetzingen-baden-wuerttemberg

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim und Dietrich Bösenberg, Donauwörth

Show CommentsClose Comments

Leave a comment