Walldorf

Juden in Walldorf

Die Stadt Walldorf mit heute rund 15.000 Einwohnern liegt in der Nähe zu den Grosstädten Mannheim und Heidelberg. Jüdische Einwohner werden schon 1470 erwähnt, von 1712 an lebten jüdische Familien dauerhaft im Ort. Bis zur Mitte der 19. Jahrhunderts stieg ihre Zahl bis auf 169 Seelen, ab 1900 sank die Zahl durch Abwanderungen wieder deutlich.

Die Walldorfer Gemeinde hatte zunächst nur einen Betsaal in einem bis heute erhaltenen Privathaus (Hauptstr.). 1860 trat an seine Stelle eine Synagoge. Dafür konnte die Kirche der reformierten Gemeinde käuflich erworben und hergerichtet werden. 1938 fiel sie den November-Pogromen zum Opfer, das Gebäude blieb jedoch erhalten. Nach dem Krieg wurde es von der Neuapostlischen Kirche genutzt.


Der Friedhof in Walldorf

Die Tahara in Walldorf

Die Toten der jüdischen Gemeinde von Walldorf wurden bis 1880 auf dem Verbandfriedhof in Wiesloch bestattet. In diesem Jahr konnte ein eigener Friedhof errichtet werden, direkt angrenzend an den christlichen Teil. Seine Fläche beträgt 12,55 a, 97 Grabsteine sind heute noch vorhanden. Der  älteste Grabstein datiert sogar von 1841, die letzte Bestattung fand 1940 statt. Das Taharahaus ist bis heute erhalten.


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte  in Baden-Württemberg,  Stuttgart 1982.

Herrmann, Dieter: Geschichte und Schicksal der Walldorfer Juden, o.O., 1985

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_Walldorf

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim und Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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