Volkmarsen

Juden in Volkmarsen

Das Wappen der Stadt * Wikipedia gemeinfrei

Volkmarsen ist eine Kleinstadt im Nordosten von Hessen. Sie liegt nordwestlich von Kassel.

Ab 1600 gab es immer wieder Juden in der Stadt, die sich jedoch nie länger halten konnten. Ine jüdische Gemeinde bildete sich erst im 18. Jahrhundert. Die Gemeinde hatte um 1870 etwa 170 Mitglieder. Durch die einsetzende Landflucht und die Verarmung nach dem 1. Weltkrieg waren um 1930 nur noch 10 Familien im Ort ansässig.

Die Synagoge wurde um 1830 gebaut. Im Keller des Baus ware eine Mikwe untergebracht. Eine ältere Mikwe wurde in einem Keller vor einigen Jahren freigelegt. Der Keller stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Möglicherweise muss vor diesem Hintergrund die Geschichte der Juden in Volkmarsen neu überdacht werden.

Seit 1820 gabes eine jüdische Elementarschule. Sie bestand bis 1920 und wurde dann für einige Jahre als Privatschile weitergeführt

Nach 1933 wurden die Juden in Volkmarsen diskriminiert und verfolgt. Viele konnten sich durch Emigration retten. Ab 1939 wurden die verbliebenen Juden in einem „Judenhaus“ untergebracht. Im Jahre 1942 verschleppte man die verbliebenen 23 Menschen  und ermordete sie.


Der jüdische Friedhof in Volkmarsen

Ein Mahnmal aus zerschlagenen Grabsteinen

Einen jüdischen Friedhof gab es nach alten Katastern schon azu Beginn des 17. Jahrhunderts. Er lag an der Landstrasse mach Diemelstadt. Er wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts geschlossen. Ab 1845 stand der Friedhof an der heutigen Stelle, am Erpeweg, zur Verfügung.

Gegen Ende des Jahres 1938 wurden die Grabsteine zerschlagen und teilweise für den Straßenbau verwendet. Verbliebene Reste wurden zu Mahnmalen zusammengefasst.


Quellen & Literatur

http://www.alemannia-judaica.de/volkmarsen_friedhofe.htm

http://www.alemannia-judaica.de/volkmarsen_synagoge.htm

https://www.wlz-online.de/waldeck/volkmarsen/jahrhunderte-alte-juedische-geschichte-volkmarsen-8208399.html

Bilder : Klaus Erdmann; Layout, Text: Gisela&Wolfgang Heumann, 7-2018

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