Eppingen

Jüdisches Leben in Eppingen

Die alte Synagoge

Die Stadt Eppingen mit heute über 20 000 Einwohnern liegt im Landkreis Heilbronn.

Juden lebten hier schon im Mittelalter, jedoch wurde die seinerzeitige Gemeinde während des Pestpogroms 1348 vernichtet. Danach kam es nur zu sporadischen Niederlassungen, bis Anfang des 18. Jahrhunderts mehrere Familien zuziehen durften. Die entstandene Gemeinde wuchs bis Mitte des 19. Jahrhunderts auf 220 Personen. Die Zahl ging jedoch schon Anfang des 20. Jahrhunderts durch Auswanderung und besonders in der NS-Zeit ab 1933 stark zurück, bis Synagoge vollständigen Vernichtung jüdischen Lebens.

In einem 1731 errichteten Gebäude befand sich eine schon jahrhundertealte Mikwe. Ab 1772 diente das Fachwerkhaus auch als Synagoge. Später wurde es als Wohnhaus verwendet und ist bis heute erhalten.

Eine 1873 neu erbaute Synagoge fiel im November 1938 dem Nazi-Terror zum Opfer, sie brannte aus und wurde später abgerissen.

Details der alten Synagoge

hier befand sich seit seit dem 16. Jahrhundert eine Mikwe (Jordanbad):


Der Eppinger Friedhof

Der Eingang zum Friedhof

1819 legte die jüdische Gemeinde einen eigenen Friedhof an, der auch anderen umliegende Gemeinden zur Verfügung stand. Er wurde zweimal erweitert und umfasst heute eine Fläche von 41,2 ar. 708 Grabsteine sind erhalten. Der Friedhof wurde mehrfach geschändet, sowohl in den 1920er Jahren, als auch in der Nachkriegszeit. Die Grabsteine stehen zumeist in Reihen mit Ausrichtung nach Süden. Sie bestehen überwiegend aus Sandstein und weisen vielfältige, oft antikisierende Formen auf.

Gräber in Eppingen

Bemerkenswerte Grabsteine

weitere Gräber


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischerGeschichte in Baden-Württemberg, Stuttgart 1988

www.jüdische-gemeinden.de

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Gemeinde_Eppingen

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_(Eppingen)

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/BADENWUE/PROJEKTE/f-bw.htm

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim, Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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