Heinsheim

Juden in Heinsheim (Bad Rappenau)

Die ehemalige Synagoge (Foto Peter Schmelzle wikipedia)

Das Dorf in der Nähe von Bad Rappenau, zu dem es seit 1973 gehört, befand sich lange Zeit im Besitz adeliger Herrschaften, die eine Ansiedelung von Juden gestatteten, wobei sie erhebliche finanzielle Vorteile daraus erzielten. Urkundlich sind Juden erstmals Ende des 17. Jahrhunderts erwähnt, eine Synagoge soll sogar schon 1600 bestanden haben.

Anfang des 19. Jahrhunderts überstieg die Zahl der hier lebenden Juden erstmals 100 Personen. 1925 waren es  nur noch 25 und 1937 löste sich die Gemeinde mangels Mitgliedern selbst auf. Die Synagoge wurde verkauft und wurde deshalb von den Nazis nicht zerstört. Sie existiert bis zum heutigen Tag.


Der Friedhof

Der Eingang

Der jüdische Friedhof in Heinsheim besteht seit dem 16. Jahrhundert und wurde im Lauf der Zeit mehrfach erweitert. Er diente bis zu 25 jüdischen Gemeinden der Umgebung als Verbandsfriedhof. Auch hieraus erzielte die ehemalige Adelsherrschaft erhebliche Einnahmen, denn außer einer Grundgebühr musste für jede Bestattung eine nicht unerhebliche Summe entrichtet werden. Heute weist der Friedhof eine Fläche von 10764 m2 auf und stellt mit seinen 1137 Grabsteinen eine der größten jüdischen Begräbnisstätten Deutschlands dar.

Auf dem Friedhof von Heinsheim

Interessante Grabsteinaufsätze

Gräbervielfalt


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischerGeschichte in Baden-Württemberg, Stuttgart 1988

www.jüdische-gemeinden.de

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_%28Heinsheim%29

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/BADENWUE/PROJEKTE/f-bw.htm

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim, Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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