Kochendorf / Bad Friedrichshall

Tafel am Eingang

Kochendorf gehört heute zur Stadt Bad Friedrichshall im Landkreis Heilbronn.

Juden werden hier zum ersten Mal 1535 erwähnt, eine Gemeinde muss um 1732 bestanden haben. 1738 erfährt man dann von einem kleinen Betsaal, wo sich die Gemeinde zum Gottesdienst traf. Vermutlich am gleich Platz entsteht im Jahre 1806 eine neue Synagoge. Schon 1925 ist die Zahl der jüdischen Personen so gering, dass die Synagoge verkauft wird.


Der Friedhof in Kochendorf

1870 wird der kleine Friedhof angelegt, der älteste lesbare Grabstein datiert von 1874, der jüngste von 1916. Insgesamt befinden sich heute noch 30 Grabsteine auf dem Areal, das eine Fläche von 465 m² umfasst.
Der Friedhof wurde zur NS-Zeit schwer geschändet, jedoch nach 1945 wiederhergestellt.

Weitere Eindrücke


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte in Baden-Württemberg, Stuttgart 1988

Angerbauer, Wolfram/Frank Hans Georg: Jüdische Gemeinden in Kreis und Stadt Heilbronn, Heilbronn 1986

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/k-l/1079-kochendorf-baden-wuerttemberg

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/BADENWUE/PROJEKTE/f-bw.htm#Kochendorf

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_Kochendorf

Autoren: Fotos H. Knester, Ilvesheim, Text D. Bösenberg, Donauwörth (2016)

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