Merchingen

Juden in Merchingen

die frühere Synagoge, heute katholische Kirche

Der Ort war bis 1971 selbständig und ist seither ein Stadtteil von Ravenstein im Neckar-Odenwald-Kreis (Nordwürttemberg).

Seit dem 17. Jahrhundert gab es eine jüdische Gemeinde. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Zahl der jüdischen Einwohner auf 325 gestiegen, was einem Anteil von fast 30 % entsprach.
Ein Bethaus/Synagoge hatte die Gemeinde seit 1732, später wurde dann eine neue Synagoge erbaut. 1938 im November-Pogrom wurde sie von den Nazis geplündert, jedoch blieb das Gebäude erhalten. Es dient seit 1951 als katholische Kirche.

Seit 1941 leben keine Juden mehr in Merchingen.

Tafel an der Kirche

Der Friedhof in Merchingen

Ein eigener Friedhof wurde Anfang des 19. Jahrhunderts angelegt. Bis dahin wurden die Toten in Berlichingen und Bödigheim bestattet. Auf einer Fläche von 470 m² sind 350 Grabsteine erhalten.


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte in Baden-Württemberg, Stuttgart 1988

http://jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/m-o/1306-merchingen-baden-wuerttemberg

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/BADENWUE/PROJEKTE/f-bw.htm#Merchingen

Autoren: Fotos Hans-Martin-Brück, Dossenheim. Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth (2017)

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