Sontheim (Heilbronn)

Jüdisches Leben in Heilbronn-Sontheim

Tafel an Synagogenstein (wikipedia CC BY-SA 2.0, Autor P.Schmelzle)

Seit 1938 ist Sontheim ein Stadtteil von Heilbronn. Das zuvor selbständige Dorf hat eine reiche Geschichte und wuchs im Lauf der Zeit mit Heilbronn immer mehr zusammen.

Eine eigene jüdische Gemeinde dürfte, ähnlich wie in Heilbronn, schon im Mittelalter bestanden haben. Die hier lebenden Juden erlitten immer wieder Verfolgungen, dennoch bildeten sich nach und nach erneute Niederlassungen. 1846 ist eine Zahl von 113 Personen jüdischen Glaubens genannt.

Eine eigene Synagoge wurde 1773 errichtet, je och schon seit 1672 feierte die Gemeinde ihre Gottesdienste in einem Privathaus. Schliesslich entstand 1827 eine neuerbaute Synagoge. Das Gebäude überstand die Kriegswirren unzerstört, wurde jedoch 1985 abgerissen. Weitere Baulichkeiten wie die jüdische Schule sowie ein rituelles Bad wurden ebenfalls abgerissen.


Der Friedhof von HN-Sontheim

Der Eingang zum Friedhof

Lange Zeit wurden die Toten der Sontheimer Gemeinde in Affaltrach bestattet. Erst 1840/41 konnte ein eigener Friedhof angelegt werden. Hier sind auf einer Fläche von  2937 m² 308 Grabsteine erhalten.


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte in Baden-Württemberg, Stuttgart 1988

Angerbauer, Wolfram/Frank Hans Georg: Jüdische Gemeinden in Kreis und Stadt Heilbronn, Heilbronn 1986

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/BADENWUE/PROJEKTE/f-bw.htm

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_Sontheim

Autoren: Fotos Heiner Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth (2016)

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