Lindow

Juden in Lindow

Eine erste Kunde über jüdisches Leben in Lindow gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Aber erst mit dem Zuzug des Kaufmanns Naumann und einem deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung siedelten sich mehere Juden an. Es kam zur Bildung einer kleinen Gemeinde.

Eine Synagoge gab es ab 1815.

Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts kam ein wirtschaftlicher Abschwung, viele Juden wanderten ab. Eine Minjan kam nicht mehr zustande, die Gemeinde schloss sich den umliegenden Gemeinden an.

Als letzte Familie verliessen die Michaelis´im Jahre 1909 den Ort. Sie hatten viel zur sozalen Struktur der Gemeinde beigetragen.

Für die Überlassung der Texte zur jüdischen Geschichte der Stadt und des Friedhofs danken wir dem Gemeindepädagogen der Kirchengemeinde Lindow, Herrn Dirk Bock.


Der jüdische Friedhof von Lindow

Der Friedhof wurde 1824 sehr zentral in der Stadt angelegt. Das ist ungewöhnlich. Es mag bei der Wahl des Ortes der Einfluss der Familie Michaelis eine Rolle gespielt haben. Der Familie kam beim Entstehen  und bei der Erhaltung des Friedhofs eine zentrale Rolle zu. Als die Familie 1909 abwanderte, verfiel der Friedhof, obwohl er weiterhin der Familie Michaelis gehört. Eine Bürgerinitiative erreichte 1989 eine Restauration des Friedhofs. Heute ist die Anlage vorbildlich wieder hergestellt.


Quellen und Literatur

https://www.uni-potsdam.de/de/juedische-friedhoefe/orte-i-p/friedhof-lindow-mark/geschichte-der-gemeinde.html

Weißleder, Wolfgang, Der gute Ort, jüdische Friedhöfe im Land Brandenburg, Verein zur Förderung antimilitaristischer Traditionen, Potsdam.

Für die Überlassung der Texte zur jüdischen Geschichte der Stadt und des Friedhofs danken wir dem Gemeindepädagogen der Kirchengemeinde Lindow, Herrn Dirk Bock.

Fotos, Texte: Hans-Peter Laqueur; Texte, Layout: Gisela&Wolfgang Heumann, 10-2018

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