Berne

Juden in Berne

Juden siedlten in Berne ab 1771. Das Maximum erreichte die Anzahl der Juden um 1870 mit 64 Köpfen.

Es gab eine Synagoge, eine Schule und einen Friedhof.

Die meisten Bewohner konnten sich vor den Verfolgungen retten. Die Synagoge wurde nicht zerstört, aber verwüstet. Das Gebäude dient heute als Wohnhaus.


Der jüdische Friedhof von Berne

Der Friedhof liegt an der B 74 von Berne Richtung Ranzenbüttel und Fähre Farge, kurz nach dem Ortsende auf der rechten Seite, direkt hinter dem Haus Weserstr. 38.

Das eiserne Tor ist unverschlossen. Auf dem Friedhof finden sich sechs (Familien-) Grabsteine, davon drei für Angehörige der Familie Koopmann. Auf zwei davon wird jeweils einer nach Theresienstadt verschleppten Familienangehörigen gedacht, auf einem außerdem eines im I. WK gefallenen Sohnes.

Das früheste Todesdatum ist 1895, das späteste 1928.

Der Friedhof ist gut gepflegt; zahlreiche Kieselsteine auf den Grabsteinen deuten auf regelmäßigen Besuch hin.

Stand: Juli 2006, Dr. Hans-Peter Laqueur


Quellen und Literatur

Strachotta, G., Juden in der Wesermarsch, Oldenburg 1997

http://www.alemannia-judaica.de/berne_synagoge.htm

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_(Berne)

Fotos, Text: Dr. Hans-Peter Laqueur, 2006; Texte, Layout, Gisela&Wolfgang Heumann, 1-2019

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