Varel

Juden in Varel

Juden siedelten ab 1681 in Varel. Bis in das 18. Jahrhundert stieg die Zahl auf 70 Personen an. Am Ort waren eine Synagoge, eine Mikwe und eine Schule.

Die Synagoge wurde zerstört. Die Juden, die sich nicht retten konnten, wurden verschleppt und ermordet.


Der jüdische Friedhof von Varel

Von Osten über die B 437 auf Varel zufahrend erreicht man etwa 2 km vor der Stadt Hohenberge. Hier biegt man nach rechts (Wegweiser nach Varelerhafen) in die Neuwangerooger Straße. Nach etwa 50 Metern erhebt sich auf der rechten Seite ein allem Anschein nach künstlich angelegter, baumbestandener Hügel von ca. 12-15 Meter Höhe. Auf ihm – sicher vor Sturmfluten – liegt der Friedhof.

Etwa 120 Gräber aus der Zeit zwischen dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts und 1942 füllen die weite Fläche nicht aus. Überwiegend Steine von überdurchschnittlicher Qualität, in ihrer Mehrzahl aus dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert.

Der sehr häufig genannte Familienname „Schwabe“ läßt Zuwanderung aus Süddeutschland vermuten. – Auffällig der hohe Anteil von Steinen mit der Leviten-Kanne.

Der Friedhof ist eingezäunt, das Tor nicht verschlossen.

Der Friedhof ist gepflegt.

Stand: März 2006, Dr. Hans-Peter Laqueur


Quellen und Literatur

http://www.alemannia-judaica.de/varel_synagoge.htm

http://www.alemannia-judaica.de/varel_friedhof.htm

https://pogrome1938-niedersachsen.de/varel/

Fotos, Texte: Dr. Hans-Peter Laqueur, 2006; Texte, Layout: Gisela&Wolfgang Heumann, 1-2019

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