Büren

Juden in Büren

Büren ist eine Kleinstadt in Ostwestfalen. Sie liegt an den nördlichen Ausläufern des Sauerlandes.

Etwa um 1300 müssen in Büren Juden gewohnt haben. Es existieren Urkunden, nach denen die Einwohner des Ortes zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, weil sie ihre jüdischen Mitbürger ermordet hatten. Die heutige Kirche steht auf den Grundmauern des Hauses, das den ermordeten Juden gehörte. Im 16. und 17. Jahrhundert lebten einige wenige Juden, ab 1700 dann mehrere Familien im Ort. Der Höhepunkt der Entwicklung waren um die Mitte des 19. Jahrhunderts 122 Personen. Danach nahm die Anzahl kontinuierlich ab. Um 1933 lebten noch 50 Juden in Büren.

Zur Synagogengemeinde, die 1853 gegründet wurde, gehörten auch die umliegenden Dörfer. Vorher bestand ab etwa 1800 ein Bethaus, ehe die Synagoge im Jahre 1860 gebaut wurde. Im Jahre 1938 wurde sie im Rahmen des Pogroms im November zerstört und geplündert.

Die sakralen Gegenstände wurden geschändet und sind verschwunden.

Bis 1933 lebten noch 50 Juden in der Stadt. Bei Ausbruch des Krieges lassen sich keine Juden mehr in Büren nachweisen. Es ist merkwürdig, dass man die Namen der emigrierten, deportierten und ermordeten Juden nirgendwo erfahren kann.


Der Friedhof in Büren

Der Friedhof an der Siddinghäuser Strasse besteht seit 1849. Der Friedhof wurde seit 1900 häufig geschändet. Spuren der Zerstörung sieht man noch heute. Nach dem Krieg wurden hier Baracken gebaut, die erst 1960 wieder abgebaut wurden. Heute sind noch 72 Grabsteine vorhenden.

zu den Quellen und der Literatur

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