Paderborn

Geschichte und Leben der Jüdischen Gemeinde Paderborn

Juden lassen sich seit dem Mittelalter in Paderborn nachweisen. 

In der Mitte des 17. Jahrhunderts wird die jüdische Gemeinde eine rechtliche Institution, eine Seltenheit in dieser Zeit. Wegen der relativen Sicherheit florierte der Handel und die Gemeinde wuchs bis 1740 auf 212 Familien an. 

Die Gemeinde war reich, entsprechend groß und prächtig ausgestattet war die im Jahre 1881 erbaute Synagoge. Von der Paderborner Gemeinde wurde auch das Jüdische Provinzial – Waisenhaus für Westfalen und das Rheinland gebaut und unterhalten.

Im Jahre 1938 wurde die Synagoge abgebrannt. Wer sich von den jüdischen Bürgern nicht ins Ausland retten konnte, wurde ermordet.
Seit 1953 gibt es wieder eine jüdische Gemeinde in Paderborn. Im Jahre 1959 wurde eine Synagoge erbaut. Heute zählt die Gemeinde, auch durch den Zuzug von Juden aus der UDSSR,  wieder 60 Mitglieder und hat ein reges Gemeindeleben.


Der Friedhof in Paderborn

Der erste Friedhof lag vermutlich am südlichen Eingang der Padergasse unweit der alten Paderborner Synagoge, am Liboriberg und wurde von 1728 bis – ca. 1800 belegt. Es sind keine Grabsteine mehr vorhanden.

Der Friedhof am Hilligenbusch bestand bis 1925. 1930 verkaufte die Gemeinde das Gelände an die Stadt Paderborn. Heute befindet sich dort eine Grünfläche. Die Grabsteine sind verschwunden.

Der Friedhof an der Borchener Strasse lag am Westernthor, am sogenannten Steinbruch auf dem Weg nach Borchen. Hier wurde von  1835  bis zum Ende des 19. Jahrhunderts beerdigt. Es sind keine Grabsteine vorhanden.

Der neue Friedhof liegt an der Warburger Strasse in der Nähe der Universität. Begraben wurde hier von 1887 bis 1938 und dann wieder von 1945 bis heute. Es sind 150 Grabsteine vorhanden.

zu den Quellen und der Literatur

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