Oldenzaal

Oldenzaal ist eine Kleinstadt östlich von Hengelo in der holländischen Provinz Overijssel.

Seit dem Mittelalter haben sporadisch vorübergehend Juden in der Stadt gewohnt. Erst vom 17. Jahrhundert an kam es zu einer dauerhaften Besiedlung. Ab 1765 gab es eine Synagoge. Der Standort ist nicht bekannt. In der Gemeinde gab es zahlreiche Konflikte. Gelegentlich wurde die Stadt um Vermittlung gebeten.

Burg mit Synagoge – Wikipedia gemeinfrei

Um 1800 wurde die Synagoge an der Kerksteege errichtet. Die Gemeinde war recht bekannt für Thorastudien, Beerdigungsvereine und die Armenfürsorge.

Im Jahre 1880 wurde eine neue Synagoge gebaut. Die Lage des alten Friedhofs vor 1785 ist nicht mehr bekannt. Um das Jahr 1800 wurde der neue Friedhof an der heutigen Stelle eingeweiht.

Im Jahre 1930 lebten 133 Juden im Ort. Sie wurden zum größten Teil verschleppt und ermordet. Die Synagoge und die Thorarollen blieben unbeschädigt.

Die Synagoge wurde im Jahre 1964 abgebrochen.


Der jüdische Friedhof in Oldenzaal

Der jüdische Friedhof wurde um 1800 an der heutigen Stelle eingerichtet. Er liegt zwischen der Lyceumstraat und der Carmelstraat. Er wurde 1929 mit einer roten Backsteinmauer umgeben. Auf dem Friedhof steht ein kleines Tahara-Haus. Die schmiedeeisernen Tore wurden erst vor kurzer Zeit erneuert.


Quellen und Literatur

https://jck.nl/nl/page/oldenzaal

https://www.oldenzaal.nl/

Simon Shama, De geschiedenis van de Joden, 2 Erbij horen, Atlas 2017

Bilder: Heiner Knester, Texte, Layout: Gisela&Wolfgang Heumann, 3-2018

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