Essingen

Juden in Essingen

Essingen mit etwas über 2 000 Einwohnern liegt im Landkreis Südliche Weinstraße.

Juden werden erstmals 1548 urkundlich erwähnt. Von Anfang  bis Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl der Juden in Essingen stark an, ging aber bis zum Jahre 1932 wieder bis auf 38 Personen zurück. Die Gemeinde hatte eine Synagoge mit Mikwe, ebenso existierte eine jüdische Schule. Aufgrund des starken Rückgangs jüdischer Familien fanden ab ca. 1930 keine Gottesdienste mehr in der Synagoge statt, sodass sie 1937 an einen Privatmann verkauft wurde.


Die Friedhöfe

Tafel am Eingang des alten Teils

Der jüdische Friedhof in Essingen besteht aus einem älteren und einem jüngeren Teil. Zusammen ergibt sich eine Fläche von 8587 m, auf der 1925 Grabsteine erhalten sind, wodurch er zum größten Friedhof in der Pfalz wird.  Seine Bedeutung kommt auch darin zum Ausdruck, dass er als Verbandsfriedhof für fast 30 Gemeinden in der Umgebung fungierte.

Obwohl erst 1717 erstmalig erwähnt, muss er schon wesentlich älter sein, denn der älteste erhaltene Grabstein datiert von 1647. Der ältere Teil wurde mehrfach erweitert und auch Aufschüttungen sind erkennbar, die neue Bestattungen erlaubten. Hier stehen heute 1660 Grabsteine, darunter viele in traditioneller, einfacher Form, zumeist aus Sandstein. Aus jüngerer Zeit findet man reich verzierte Grabmale, als Material fand auch Granit Verwendung. Der neuere Teil wurde 1870 angelegt, heute stehen hier 265 Grabsteine. In diesem Teil ist bei der Anordnung der Gräber eine gewisse chronologische Ordnung erkennbar, auch wurden Männer und Frauen zumeist getrennt beerdigt.

Der ältere Friedhofsteil

Dieser Friedhof wird 1717 erstmalig erwähnt, muss jedoch schon wesentlich älter sein. Der älteste erhaltene Grabstein datiert von 1647. Er wurde mehrfach erweitert und auch Aufschüttungen sind erkennbar, die neue Bestattungen erlaubten. Hier stehen heute 1660 Grabsteine, teils in traditioneller, einfacher Form, zumeist aus Sandstein, teilweise auch reich verzierte Grabmale, als Material fand auch Granit Verwendung.

Eine Auswahl besonderer Grabaufsätze

Der Friedhof von 1870

Der neuere Teil wurde 1870 angelegt, heute stehen hier 265 Grabsteine. In diesem Teil ist bei der Anordnung der Gräber eine gewisse chronologische Ordnung erkennbar, auch wurden Männer und Frauen zumeist getrennt beerdigt.

 Ein Eindruck verfmitteln die folgenden Bilder.

Beispiele von schönen Grabsteinen


Quellen und Literatur

Brocke, Michael; Müller, Christiane E.:  Haus des Lebens – Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Leipzig 2001

Kukatzki, Bernhard/ Jacoby, Mario: Der alte jüdische Friedhof in Essingen. Schifferstadt 1993

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_%28Essingen%29

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/e-g/591-essingen-rheinland-pfalz

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim, Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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