Gauersheim

Juden in Gauersheim

Die kleine Gemeinde Gauersheim liegt im Donnersbergkreis und gehört zur Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden.

Juden gibt es in Gauersheim mindestens seit dem 18. Jahrhundert, denn für die Existenz einer Synagoge wird das Jahr 1768 erwähnt. Statistische Daten nennen im Jahr 18202 111 Personen jüdischen Glaubens, 1848 sollen es 171 gewesen sein, um 30 % der Dorfbevölkerung. In der NS-Zeit lebten nur noch wenige Juden im Dorf, 1939 waren alle weggezogen. Die Synagoge wurde im November-Pogrom 1938 geschändet und musste abgerissen werden.


Der Friedhof

Das schmiedeeiserne Tor mit Stifterplaketten

Der jüdische Friedhof wurde wahrscheinlich 1770 angelegt, zeitgleich mit der Synagoge. Seine Fläche beträgt 1230 m², 109 Grabsteine sind erhalten. Die jüdische Gemeinde ließ im Jahre 1874 ein Portal mit einem Tor aus Schmiedeeisen, anbringen, an dem auf ovalen Plaketten die Namen der Stifter vermerkt sind. Genannt werden u.a. die Namen Metzger, Fröhlich, Bloch, Strauß. Etwas später wurde auch eine Umfassungsmauer errichtet. Die letzte Beerdigung fand hier 1934 statt.

Zu erwähnen ist, dass Vorfahren des Philosophen Ernst Bloch aus Gauersheim stammen und hier beerdigt sind.

Eindrücke vom Gauersheimer Friedhof


Quellen und Literatur

Kukatzki, Bernhard: Jüdische Kultuseinrichtungen in der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden, Schifferstadt 1997.

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/e-g/685-gauersheim-rheinland-pfalz

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim, Dietrich Bösenberg, Donauwörth

Show CommentsClose Comments

Leave a comment