Grünstadt

Jüdisches Leben in Grünstadt

Grünstadt ist eine Gemeinde in Rheinland-Pfalz. In der Stadt gab es bis zum 19. Jahrhundert mit etwa 500 Personen die größte jüdische Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Die Anfänge der jüdischen Besiedlung reichen bis in das 17. Jahrhundert zurück.

Die Synagoge am Luitpoldplatz wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbaut.

Die Gemeinde schrumpfte zu Beginn des 20. Jahrhunderts kontinuierlich. Nach Demütigungen, Verfolgungen und Mord hat die jüdische Gemeinde aufgehört zu existieren.


Der Friedhof

Der jüdische Friedhof wurde um 1700 angelegt und um 1880 erweitert. Der Friedhof wurde auch von den umliegenden jüdischen Gemeinden für Bestattungen gebraucht.

Nch einer Urkunde aus dem Jahre 1731 mussten sich die Anwohner mit drei Weißpfennigen pro Jahr, einem geringen Betrag,  das Recht erkaufen, hier beerdigt zu werden.

Ein „Wohlthätigkeitsverein“ sorgte nicht nur für die Versorgung der Kranken, sondern auch für eine vernünftige Beerdigung.

Der älteste Grabstein stammt aus dem Jahre 1743. Die letzte Bestattung wurde im Jahre 1969 vorgenommen, im Jahre 2005 wurde ein Gedenkstein für eine Familie gesetzt.


Quellen und Literatur

http://www.jüdische-gemeinden.de/

http://www.alemannia-judaica.de/gruenstadt_synagoge.htm#Zur%20Geschichte%20der%20j%C3%BCdischen%20Gemeinde

http://www.gruenstadt.de/sv_gruenstadt/Aktuelles/

Martina Strehlen, Jüdische Friedhöfe in Rheinland-Pfalz

Fotos: Heiner Knester, Ilvesheim, Texte: Gisela&Wolfgang Heumann 3_2015

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