Haßloch

Juden in Haßloch

Die Gemeinde Haßloch mit rund 20.000 Einwohnern liegt im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz.

Juden werden erstmals 1722 genannt, sie lebten im Ort mit ihren Familien als Schutzjuden. Ihre Zahl stieg im Laufe der Jahre langsam an und erreichte 1861 mit 102 Personen ihren Höchststand. Die bestehende Gemeinde besass eine Synagoge  mit Lehrerwohnung und ein rituelles Bad. Die Synagoge wurde 1938 von den Nazis geplündert, das Gebäude blieb jedoch erhalten. Es existierte bis 1970, als es wegen einer anderen Baumaßnahme baufällig wurde und abgerissen werde musste.

In Haßloch waren die Juden weitgehend in das öffentliche Leben integriert. Dennoch erlitten sie ab 1933 Misshandlungen und Verfolgungen, so dass ein großer Teil ab- und auswanderte. Die letzten drei Juden wurden von den Nazis 1940 nach Gurs deportiert.


Der Friedhof

Der jüdische Friedhof wurde 1821 angelegt. Er hat eine Fläche von 1670 m2. Hier wurden auch die Verstorbenen einiger jüdischer Nachbargemeinden bestattet. Die für lange Zeit letzte Beerdigung fand 1944 statt, danach noch einmal im Jahre 1974. Heute sind auf dem zwischen Wohngebieten liegenden Friedhof noch 275 Grabsteine erhalten.

Eindrücke vom Friedhof


Quellen und Literatur

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/PFALZ/PROJEKTE/f-rlp-gm.htm#Haßloch

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/h-j/850-hassloch-rheinland-pfalz

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_(Ha%C3%9Floch)

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim, Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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