Herschberg

Juden in Herschberg


Herschberg ist eine Teilgemeinde der Verbandsgmeinde Thaleschweiler-Walhalben und liegt im Landkreis Südwestpfalz.

Die erste  Ansiedelung von Juden erfolgte im 18. Jahrhundert. Schon nach relativ kurzer Zeit, 1802, waren 50 Personen jüdischen Glaubens im Ort ansässig. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl bis auf 170 jüdische Einwohner an. Danach reduzierte sich ihre Zahl aber durch Abwanderung schnell, denn schon 1900 gab es nur noch 18 Juden.
Die zeitweise recht große jüdische Gemeinde besaß die üblichen Einrichtungen, Ritualbad, Synagoge seit 1892, Schule und einen eigenen Friedhof.
Infolge der Abwanderung erstarb das Gemeindeleben schon bald nach 1900, die Synagoge wurde baufällig und musste verkauft, später abgerissen werden.


Der Friedhof von Herschberg

Tafel am Friedhofseingang

Der schon früh, d.h. vermutlich vor 1750 angelegte Friedhof hat heute eine Fläche von  3000 m², nachdem er zuvor mehrfach erweitert worden war. Er diente auch mehreren benachbarten Gemeinden als Begräbnisstätte, darunter Höheinöd, Thaleschweiler u.a. Insgesamt sind 217 Grabsteine erhalten.

Blicke auf den Friedhof


Quellen und Literatur


„Vom Wasgau zur Sickinger Höhe“ (1), Broschüre herausgegeben von der Kreisverwaltung Südwestpfalz, Pirmasens.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jüdischer_Friedhof_Herschberg

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/h-j/891-herschberg-rheinland-pfalz

Autoren: Fotos Hans Martin Brück, Dossenheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth 03/2018

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