Hettenleidelheim

Jüdisches Leben in Hettenleidelheim

Hettenleidelheim ist eine Kleinstadt in Rheinland-Pfalz nahe Bad Dürkheim.

Seit dem 16. Jahrhundert bestand eine kleine jüdische Gemeinde. Die Anzahl der Gemeindemitglieder bewegte sich bis in das 19. Jahrhundert um 40 Personen, nahm dann aber stetig ab.

Trotz der geringen Mitgliederzahl leistete sich die Gemeinde eine Synagoge, die jedoch von den Ausmaßen her sehr klein war. Der Hauptraum soll nur 11 qm groß gewesen sein.

Es existieren heute noch Reste des alten Friedhofs in der Stadt und der neue Friedhof vor der Stadt.

Die wenigen Einwohner, die zu Beginn der NS-Zeit im Ort wohnten, wurden deportiert und ermordet.


Der alte Friedhof

Um das Jahr 1720 wird im Ort ein jüdischer Friedhof erwähnt. Auch die Toten der umliegenden Dörfer wurden hier bestattet.

In der NS-Zeit wurde der Friedhof völlig zerstört. Nach dem Krieg wurden nur wenige Grabsteine gefunden und wieder aufgestellt.Ein Denkmal, das an den Friedhof erinnert, wurde errichtet. Heute ist die Friedhofsfläche eine Parkanlage.

Ein Blick in den alten Friedhof mit dem Denkmal, heute eine Parkanlage.

Bilder von Telford, Creative Wiki Commons, siehe Quellen

Der neue Friedhof

Eingangstor, Telford, Creative Wiki Commons, siehe Quellen

Der neue Friedhof liegt ca. einen Kilometer ausserhalb der Stadt. Er wurde im Jahre 1865 angelegt und bis in die dreissiger Jahre des 20. Jahrhunderts benutzt. Er wurde mehrfach zerstört und geschändet.

Heute befinden sich noch etwa 130 Grabsteine auf dem Areal.

Bilder vom Friedhof in Hettenleidelheim


Quellen und Literatur

http://de.wikipedia.org/wiki/Alter_j%C3%BCdischer_Friedhof_%28Hettenleidelheim%29

http://de.wikipedia.org/wiki/Hettenleidelheim

http://www.alemannia-judaica.de/hettenleidelheim_synagoge.htm

Karl Blum, Die Juden und die beiden jüdischen Friedhöfe in Hettenleidelheim 1995, Heimatmuseum Hettenmleidelheim

Fotos vom alten Friedhof: Bilder von Telford, Creative Wiki Commons  http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0.

Autoren: Fotos: Heiner Knester, Ilvesheim, Texte: Gisela&Wolfgang Heumann

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