Landstuhl

Juden in Landstuhl

Wappen von Landdstuhl aus wikipedia https://commons.wikimedia.org/wiki (public domain)

Die Kleinstadt Landstuhl liegt im Landkreis Kaiserslautern und ist u.a. als „Sickingenstadt“ bekannt.
Im Ort lebten schon im Spätmittelalter einige Juden, ihre Ausweisung wird im 16. Jahrhundert berichtet. Erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wohnen wieder Juden in der Stadt, 1875 sind es 19 Personen, 1885 bereits 42.
Die jüdische Gemeinde hatte einen Betsaal in einem Privathaus, der 1930 durch einen Anbau zur Synagoge ausgebaut wurde. Wie andere jüdische Häuser wurde im der Saal im November 1938 geplündert und die Inneneinrichtung zerstört. Das Gebäude selbst blieb erhalten.


Der Friedhof in Landstuhl

Das Eingangstor

Seit 1896 besaß die jüdische Gemeinde einen eigenen Friedhof mit einer Größe von 390 m². Die erste Bestattung fand 1900 statt, das letzte Grab datiert von 1940. Insgesamt sollen 58 Personen beigesetzt worden sein, ca. 30 Grabsteine sind erhalten. Das Gelände schließt an den kommunalen Friedhof an und ist von einer Steinmauer umgeben.

auf dem Friedhof


Quellen und Literatur

http://www.alemannia-judaica.de/landstuhl_friedhof.htm

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/k-l/1148-landstuhl-rheinland-pfalz

Autoren: Fotos Heiner Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth 2017

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